Blogserie Teil 1 – Die Fichte, der Brotbaum des Waldes

Mit diesem Blog startet eine neue Serie:

„Der Dachstuhl – Vom Anfang bis zum Ende“                      

Der Großteil der Dachstühle, die von uns gefertigt wurden und werden, sind aus Fichtenholz gearbeitet. Weshalb das so ist, und was an der Fichte interessant ist, erfahren Sie im folgenden Blog:

Fichten sind immergrüne und einstämmige Bäume. Sie erreichen in der Regel Wuchshöhen von 20 bis 60 Meter. Der Stammdurchmesser beträgt in der Regel bis zu 1 Meter, maximal bis etwa 2,5 Meter. Die Form der Fichte ist wie ein schmaler Kegel, nach oben hin spitz werdend. Die Nadeln der Fichte sind dunkelgrün und wachsen rund um den Zweig. Im Frühjahr treiben neue Nadeln aus, die zunächst hellgrün und weich sind. Im Mai blüht die Fichte. Männliche und weibliche Blüten wachsen am selben Baum. Aus den weiblichen Blüten entstehen später längliche, hängende Zapfen.

Mit Ausnahme äußerst südlich und westlich gelegener Regionen, sind Fichten in ganz Europa verbreitet. Das Kieferngewächs der Gattung Picea gedeiht sowohl im Flachland als auch im Gebirge.
Die Fichte wird häufig als „Brotbaum“ der Wald- und Holzindustrie bezeichnet, denn einerseits ist die Fichte anspruchslos, aber produktiv, andererseits sehr vielseitig einsetzbar, von Transportpaletten über die Papierproduktion oder bis zu Holzwerkstoffen, Bauholz, Instrumentenbau.
Mit einer mittleren Rohdichte von 47 g/cm³ bei einem Trocknungsgrad von 12 bis 15 Prozent Holzfeuchte zählt Fichtenholz zu den mittelschweren Sorten. Es ist verhältnismäßig weich und lässt sich sowohl manuell als auch maschinell leicht verarbeiten. Besonders gefragt ist es im Bauwesen. Denn Fichtenholz ist nicht nur preiswert, sondern eignet sich aufgrund seines geringen Gewichts hervorragend als Bauholz. Zudem zeichnet es sich durch gute Festigkeitswerte und relative Formstabilität aus. Deswegen ist es auch als Konstruktionsholz zugelassen.
Fichtenholz hat eine helle Farbe, die gelblich-weiß bis rötlich-weiß ausfallen kann und gelbbraun nachdunkelt. Die Oberfläche weist eine deutliche Strukturierung durch eine zungenförmige oder fein gestreifte Maserung auf, die deutliche Astlöcher zeigen kann.
Kulturgeschichtliches:
Die Fichte wird häufig als Rottanne bezeichnet. Schon die alten Römer, Kelten und Germanen schmückten ihre Wohnungen mit Fichtenzweigen, um damit böse Dämonen zu vertreiben und gute Geister anzulocken. Das Immergrün galt als Symbol der Unzerstörbarkeit des Lebens.
                                                                                                                                  
Heilkunde:
Seine zarten jungen Triebe, die deutlich an ihrer helleren Farbe zu erkennen sind, können gesundheitsfördernd verwendet werden. Die Wirkung liegt vor allem im Bereich der Lungenerkrankungen, weil die ätherischen Öle beim Inhalieren oder als Tinktur eingenommen die Lunge desinfizieren und reinigen. Ein weiteres Einsatzgebiet sind Durchblutungsstörungen, was auch am Beispiel des Fichtennadel-Franzbranntweins deutlich wird.

Auf folgende weitere Blogeinträge dieser Serie dürfen Sie gespannt sein:

 

 

 

2 Gedanken zu „Blogserie Teil 1 – Die Fichte, der Brotbaum des Waldes

  1. Holler Beitrag über die Fichte. Da sie in unseren Wäldern sehr stark vertreten ist, gibt sie mir so ein Gefühl von Heimat.
    Nur von Kleidung oder Händen geht das Fichtenharz sehr schlecht ab 🙂

  2. Liebe Bärbel, danke für deinen Kommentar. Wie Fichtenharz aus Kleidung zu entfernen ist, weiß ich nicht, aber von den Händen bekommst du es mit Butter ganz gut ab.

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