Teil 1: Traditioneller Hausbau in Niederbayern

Derzeit ist unsere Firma mit einem Dachstuhl beauftragt, dessen Bauweise auf einer ober- und niederbayerischen Bauform beruht.
Man nennt diese Dachform „Greddach“.
Das Dach steht dabei asymmetrisch entlang einer Traufseite über.
So wird ein schmaler gepflasterter Weg („Gred“) entlang der Eingangsseite des Hauses vor Witterung geschützt.

Auf dem folgenden Bild wird die sichtbare Balkenlage aus getrocknetem Vollholz verlegt. Besonderen Wert wird hier auf die handwerklichen Verbindungen bei Auswechslungen, wie z. B. Kamin und Treppe, gelegt.
Diese erfolgen traditionell mit Zapfen und Hartholznägel.
Die auskragenden, sichtbaren Balkenköpfe bilden die überdachte Gred.

Balkenlage Spitzlberger

Beim nächsten Beitrag werden sie über den Baufortschritt informiert.

 

Adolf Ellwanger wieder zum Obermeister gewählt

Obermeister

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Zimmererinnung Landshut statt.

Adolf Ellwanger ging nach der Begrüßung auf aktuelle Themen ein. Auf Grund der Eigeninitiative der Innung, ist es gelungen, entgegen dem aktuellen Trend bei anderen Handwerksberufen, die Lehrlingszahlen zu erhöhen, bzw. zu stabilisieren. Deshalb wird die Zimmererinnung auch im Herbst wieder an der Berufeschau in Vilsbiburg teilnehmen. Durch dieses Auftreten wird versucht, das Interesse der Jugendlichen für den Beruf des Zimmerers zu wecken.

Ein weiterer Punkt in seiner Begrüßungsrede waren die ständig steigenden Standards in der Baubranche mit den verbundenen Kostensteigerungen. Die Politik legt diese Standards fest, die Kosten dazu müssen die Baufirmen und Bauherren tragen. Adolf Ellwanger war der Meinung, dass es unbedingt wieder eine Finanzförderung in Form einer Eigenheimzulage oder ähnliche Modelle geben muss.

Kritisch sah er die Beitragspolitik des Landesinnungsverbandes. Eine  Beitragserhöhung dürfe es nach seiner Ansicht in nächster Zeit nicht geben.

Im Anschluss wurden dann die Neuwahlen durchgeführt. Adolf Ellwanger wurde als Obermeister wiedergewählt, ebenso Konrad Ziegler als sein Stellvertreter. In der Vorstandschaft vertreten sind: Alfons Ammer, Siegried Brunnermeier, Erhard Pichlmeier, Alfons Schmerbeck und Anton Lackermeier.

 

 

Blog 5) Holzständerbauweise: Fertigstellung und Ergebnis

Nach dem Einbau der Fenster wurde mit dem Innenausbau begonnen. Die fachgerechte Ausführung der luftdichten Dampfsperre ist ein sehr wichtiger Aspekt.
DampfsperreNachdem die Elektro, sowie Heizung- und Sanitärinstallation abgeschlossen war, wurde mit der Montage der Gipskartonbeplankung begonnen.
InstallateurAuf dem folgenden Bild wurde der neu entstandene Gang vom Altbau in den Neubau-Anbau bereits mit den Gipskartonplatten voll  beplankt, sowie die Trocken-Estrich-Elemente auf dem Boden verlegt. Anschließend wurde die Gipskartonbeplankung malerfertig gespachtelt und geschliffen.
GipskartonbeplankungAuf dem letzten Bild ist zu sehen, wie der Holzständeranbau aussah, als unsere Arbeiten fertig gestellt waren.
Die Aussenfassade wurde wie folgt gestaltet:
Im Erdgeschoß wurden Lärchenleisten als Rhombusschalung angebracht. Im Obergeschoß wurden Holzweichfaserplatten verarbeitet, die anschließend verputzt wurden.

Anbau-HolzständerbauweiseDie Bauherrenfamilie ist von der Wohnraumerweiterung erfreut. Die Wohnqualität ist durch diesen Anbau erheblich gestiegen.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Bisher geschah:
Blog 1: Planung
Blog 2: Vorbereitung
Blog 3: Erdgeschoßerstellung
Blog 4: Dachgeschoßaufbau
Blog 5: Fertigstellung und Ergebnis

 

Blog 4) Holzständerbauweise: Das Dachgeschoß wird aufgebaut

Es geht mit den Arbeiten am Dachgeschoß weiter.
Angefangen wurde mit den Aussenwänden.
Blogständerbauweise - Dachgeschoß

Wie bereits im Erdgeschoß wurden nun auch im Dachgeschoß die Innenwände eingebaut. Zur statischen Aussteifung sind sämtliche Wände mit OSB-Platten beplankt.
Blogständerbauweise - Dachgeschoß ß

Um ein angenehmes Raumklima zu erzielen wurde die Dachkonstruktion als Sichtdachstuhl ausgeführt.
Sichtdachstuhl

Zeitgleich wurden die Fassandenfenster angeliefert, damit wurde keine Zeit verloren und die Zusammenarbeit mit den anderen Handwerkern ging Hand in Hand.
Die Fenster werden angeliefert

Beim nächsten Beitrag geht es mit dem Innenausbau weiter.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Bisher geschah:
Blog 1) Planung
Blog 2) Vorbereitung
Blog 3) Erdgeschoßerstellung
Blog 4) Dachgeschoßbau
Blog 5) Fertigstellung und Ergebnis

 

 

 

Blog 3) Holzständerbauweise: Das Erdgeschoß wird erstellt

Nachdem die Vorarbeiten abgeschlossen waren, ging es zügig weiter.
Laut UVV (Unfallverhütungsvorschrift) wurde ein Schutz- und Arbeitsgerüst erstellt.

Blog Anbau 1

Nun begann die Montage. Die bereits im Vorfeld in der Zimmerei angefertigten Werksteile wurden montiert. Zur Aussteifung wurden die einzelnen Elemente mit OSB-Platten beplankt.

Blog Anbau3

Nachdem die Erdgeschoßwände aufgestellt waren, wurden die Deckenbalken aus KVH (Konstruktionsvollholz) eingebaut.

Blog Anbau 4

Auf dem folgenden Bild ist der erweiterte Wohnraum (Wohnzimmer) schon gut erkennbar. Um die getrocknete Holzbauweise vor Nässe zu schützen wurde eine Folie aufgebracht.

Blog Anbau5

Blog Anbau 6

Beim nächsten Blogbeitrag informieren wir Sie über die Arbeiten im Dachgeschoß.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Bisher geschah:
Blog 1) Planung
Blog 2) Vorbereitung
Blog 3) Erdgeschoßerstellung
Blog 4) Dachgeschoßbau
Blog 5) Fertigstellung und Ergebnis

Blog 2) Holzständerbauweise: Erste Bauphase

Nachdem der Plan genehmigt war, begann zügig die erste Phase der Umbaumaßnahme. Zusammen mit dem Bauherrn koordinierten wir die Bauhandwerker. Den  Anfang machte der Maurer, der das Aufstellen des Kranes veranlasste.

kran

Nicht immer war es einfach, die erforderlichen Arbeitsgeräte zur Baustelle zu bringen. „Aber geht nicht – gibt es bei uns nicht!“
Mit dem aufgestellten Kran wurden die nötigen Baufahrzeuge in das Grundstück gebracht. Für die Kinder der Familie war das immer ein spannendes Erlebnis!

 bagger eingeflogen

Weiter ging es mit den Fundamentarbeiten. Die Zusammenarbeit mit der Baufirma funktionierte einwandfrei. Die Humusschicht wurde abgenommen und die Fundamente ausgebaggert.

fundamente baustelle

Auf dem folgenden Bild ist zu sehen, wie die Baufirma die Fundamente betoniert.

fundamente

Nach der Fertigstellung der Fundamente wurde von unserer Firma ein bestehendes Vordach demontiert.

Fundamente betoniert

Die eigentlichen Vorarbeiten waren nun abgeschlossen und die Grundvoraussetzungen für den Aufbau des Holzständerbaus sind gegeben.

Im nächsten Beitrag sehen sie die nächsten Baufortschritte.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Bisher geschah:
Blog 1) Planung
Blog 2) Vorbereitung
Blog 3) Erdgeschoßerstellung
Blog 4) Dachgeschoßbau
Blog 5) Fertigstellung und Ergebnis

 

 

Blog 1) Holzständerbauweise: Eine Wohnraumerweiterung wird geplant!

Das Haus ist zu klein, man wünscht sich mehr Platz, ein Kind war geplant und nun sind es doch zwei oder mehr, ein zusätzlicher Wohnraum soll geschaffen werden, letztendlich gibt es viele Gründe für eine Wohnraumerweiterung.

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Wir möchten Ihnen zeigen, wie durch einen Anbau in Holzständerbauweise mehr Wohnraum und damit mehr Wohnqualität geschaffen wurde.

Bei der Holzständerbauweise handelt es sich um eine traditionelle Bauweise, bei der weitgehend auf Stahlteile verzichtet wird und sämtliche Verbindungen aus Holz sind.  In der Bauphase wird keine Feuchtigkeit ins Haus eingebracht, die durch Beheizung oder Bautrocknung erst beseitigt werden muss, bevor behagliches Wohnen möglich ist.

Schritt für Schritt und anschaulich durch viele Fotos zeigen wir die Wohnraumerweiterung einer jungen Familie.

Das Haus war für eine 4-köpfige Familie einfach zu klein geworden. Überlegungen standen im Raum, sich ein neues Haus zu kaufen, bzw. zu bauen. Allerdings wollte sich die Familie von ihrem „alten“ Haus nicht trennen, man hatte sich gut eingelebt, das Verhältnis zur Nachbarschaft war gut und man fühlte sich in diesem Siedlungsgebiet einfach wohl.

Haus Bestand
Deshalb kam die Überlegung auf, an das bestehende Wohnhaus anzubauen. Da unsere Firma vor etlichen Jahren bereits das Dach saniert hatte, kam der Bauherr auf uns zu und erkundigte sich nach Möglichkeiten, den Anbau nach ihren Wünschen zu realisieren.
Nach einigen Zusammenkünften, in denen mehrere verschiedene Skizzen erstellt wurden, die den Anbau in Holzständerbauweise aufzeigten, entschied sich die Bauherrenfamilie für eine von ihnen bevorzugte Variante.

Somit ging man in die Planungsphase über.

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Als der Plan fertig erstellt war, musste er bei den verschiedenen Behörden genehmigt werden. Mühelos überstand er die bürokratischen Hürden und endlich konnte es losgehen!

Im nächsten Blog sehen Sie dann die ersten Bauarbeiten.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Bisher geschah:
Blog 1: Planung
Blog 2: Vorbereitung
Blog 3: Erdgeschoßerstellung
Blog 4) Dachgeschoßbau

 

 

Blogserie: Anbau in Holzständerbauweise

In den nächsten Wochen können Sie mitverfolgen, wie wir bei einer jungen Familie eine Wohnraumerweiterung durch Holzständerbauweise gestaltet haben.

Angefangen von der Planung, bis zum Innenausbau können Sie sehen, wie dieser Anbau ermöglicht wurde.

Blogserie: Wohnraumerweiterung in Holzständerbauweise
Was bisher geschah:
Blog 1) Planung
Blog 2) Vorbereitung
Blog 3) Erdgeschoßerstellung
Blog 4) Dachgeschoßbau
Blog 5) Fertigstellung und Ergebnis

Blogserie 03: Das Walmdach

Ein Walmdach ist eine Dachform, die im Gegensatz zum Satteldach nicht nur auf der Traufseite, sondern auch auf der Giebelseite geneigte Dachflächen hat. Diese werden als Walm bezeichnet.

Bei der Entscheidung zwischen dem Satteldach und dem Walmdach muss der Bauherr verschiedene Faktoren einbeziehen: Ersteres gilt als das klassische „deutsche Dach“ und bestimmt das Straßenbild vom Norden bis in den Süden. Das Walmdach dagegen sticht eher ins Auge und sorgt für einen effektiveren Schutz vor Wind und Wetter.

Holzbau-Ellwanger

Blogserie 02: Das Pultdach

Nachdem wir uns beim letzten Blog mit dem Satteldach beschäftigt haben, handelt dieser Blog vom Pultdach.

Ein Pultdach ist eine Dachform aus nur einer geneigten Dachfläche. Die untere Kante bildet die Dachtraufe, die obere den Dachfirst. Zu beiden Seiten befinden sich die Ortgänge. Die Wand am First wird die Hohe Wand genannt. Die übliche Konstruktion ist ein einseitig geneigtes Sparrendach. Die Dachneigung von Pultdächern ist meistens gering.

Lange Zeit wurde das Pultdach für Nebengebäude, wie Schuppen, Garagen oder Fabrikanbauten genutzt. Diese Zeiten sind allerdings vorbei. Kommt man an Neubausiedlungen vorbei, ist diese Dachform nun immer häufiger anzutreffen.

Wer seinem Haus ein Pultdach aufsetzt, hat im Dachgeschoss lediglich eine Schräge, die meistens auch noch deutlich gemäßigter ausfällt als die Neigung eines Satteldach-Hauses. So entsteht beim Pultdach mehr Stellfläche im Wohnraum als unter doppelt geneigten Dächern. Außerdem bleibt beim Pultdach mehr Platz für die Belichtung: Der Bauherr ist nicht mehr allein auf Dachfenster angewiesen, sondern kann zu herkömmlichen Standard-Fenstern greifen.
Die Folge: Bessere Lichtverhältnisse im Obergeschoss.

 

Doch ein Pultdach hat nicht nur gestalterische Vorteile im Innenausbau. Bei durchdachter Gebäudeausrichtung kann das im besten Falle mit einer Solaranlage ausgestattete Pultdach die Stromkosten senken, denn durch die  Neigung der Dachfläche in Sonnenrichtung trifft die Energie der Sonne im Sommer, aber auch im Winter im optimalen Winkel auf die Kollektoren der Anlage.