2) Alte Handwerkskunst trifft auf neues Wohnen

Endlich ist er fertig – der neue Wohnraum mit den nach alter Handwerkskunst behauenen Lärchenholz-Balken.
Und es ist einfach nur genial geworden.
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Besonders bemerkenswert ist, dass es sich hier nicht um einen Neubau handelt, sondern um eine Generalrenovierung eines Wohnhauses aus den 70er Jahren.
Früher wohnte hier der Opa, die Enkel haben aus diesem Haus etwas ganz Besonderes gemacht und wir freuen uns, dass wir dabei waren.

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Wir gratulieren der jungen Familie ganz herzlich zu dem gelungenen Umbau!

1) Von Hand behauene Balken im Wohnbereich

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Ein Kunde kam mit einem besonderen Wunsch auf uns zu.
Er wollte in sein bestehendes, großes und hohes Wohnzimmer eine sichtbare Balkenlage aus hand-behauenen Balken eingebaut haben.
Ebenfalls wurden die Stichfasen (gebrochene Kanten) per Hand erstellt.
In unserer Zimmerei, die bereits in der 4. Generation besteht, sind die dazu benötigten Arbeitsgeräte, wie das Breitbeil, noch vorhanden und auch die Handhabung dieser wurde von Generation zu Generation weitervererbt.
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Diese Arbeitsmethode wird auch noch bei der Restauration von denkmalgeschützten Gebäuden angewandt.
Wir machten dem Kunden den Vorschlag sein Vorhaben mit Lärchenholz umzusetzen, da diese Holzart ein ganz besonderes Charisma hat.
Mein Bruder, Manfred Ellwanger, beherrscht diese gefährliche Arbeitstechnik perfekt.
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Gauben-Einbau führt zu Wohnraumerweiterung

Dienstag, 7.00 Uhr morgens:
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Ein alter, ungenutzter Speicher soll in eine moderne Wohnung umgewandelt werden. Aufgrund des Platzmangels im bestehenden Wohnhaus, entschloss sich die Familie, den bisher zum Wohnen unbrauchbaren Speicher auszubauen.

Unsere Firma wurde damit beauftragt den neuen Wohnraum in Holzständer-Bauweise auszuführen.

Um eine optimale Ausnutzung des Wohnraumes zu gewährleisten wurden große Schleppdach-Gauben eingebaut:

Dienstag, 16.30 Uhr, 9 Stunden später, nun sieht es so aus:Dachstuhl Verlauf

Die drei großen Fenster der Dachgaube auf der Südseite bringen in Zukunft viel Licht in die neue Wohnung.Dachstuhl gaubeAuch auf der Nordseite wurde eine Gaube angebracht, hier wird zukünftig das neue Bad untergebracht sein.
Fast 95m² Wohnfläche hat die Familie durch diese Erweiterung dazugewonnen.

Kastengesims an der Traufe

Im Zimmererhandwerk versteht man unter Gesims die Verkleidung unterhalb eines Dachüberstandes.
Die Hauptformen sind die Traufschalung, sowie das Kastengesims.

In diesem Beitrag möchten wir die Entstehung eines Kastengesims vorstellen:

Nachdem die Dachkonstruktion samt Ziegeldeckung fertiggestellt ist, wird die Unterkonstruktion für das Kastengesims waagrecht angebracht.
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Anschließend werden die Aqua-Paneel-Platten als Putzträger an die Unterkonstruktion geschraubt. Es ist darauf zu achten, dass die Platten auf Abstand befestigt werden.
11637872_1119704551390119_738269832_nDer nächste Arbeitsschritt ist das Verspachteln der Plattenstöße und der Schraubenköpfe.
Abschließend kann entschieden werden, ob die Platten verputzt oder malerfertig geschliffen angestrichen werden.
11655174_1121970237830217_692309738_nAuf dem letzten Bild ist das fertige Gesims zu sehen, unterhalb entsteht bereits die Konstruktion für eine Terrassenüberdachung.

 

Ein klares „JA“ für den Meisterbrief!

Ja zum Meister

„Meisterbetrieb in der 4. Generation“

Diesen Slogan haben wir in unsere Werbemaßnahmen aufgenommen. Doch wird es auch noch eine 5. Generation geben, die den Titel „Meister“ weiterführen wird?
Im Gegensatz zu vielen anderen Familienbetrieben, bei denen der Nachwuchs fehlt, bzw. dieser andere berufliche Pläne hat, hat sich unser Sohn entschlossen in die Fußstapfen der Väter zu treten, ob er allerdings auch seinen Meister machen wird, hängt stark von den Plänen der EU ab.

„Brüssel will den Meisterbrief abschaffen“ – So und ähnliche Schlagzeilen konnte man in den vergangenen Monaten oft in den Medien lesen. Die deutsche Handwerksordnung stehe der ungehinderten Berufsausbildung im Wege, meint die europäische Kommission.

Als Obermeister der Zimmererinnung Landshut möchte ich dazu Stellung nehmen:

  • Nur Meisterbetriebe garantieren eine umfassende Ausbildung der Lehrlinge. Im Vergleich zu den anderen europäischen Staaten hat Deutschland mit 7,9% die geringste Quote bei der Jugendarbeitslosigkeit, Griechenland hat z.B. 59,2%. Ein Hauptgrund für die geringe Zahl in unserem Land ist das duale Ausbildungssystem der Handwerksbetriebe.
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  • Die Fortbildung zum Meister ist die Unternehmer-Qualifikation in Deutschland schlechthin. Neben der fachlichen Weiterbildung steht hier insbesondere auch der Erwerb von Kenntnissen in Betriebswirtschaft und Recht im Vordergrund. Dieses Wissen kann sich nicht in einem 4-wöchigem Crashkurs angeeignet werden.
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  • Zehn Jahre nach dem Wegfall der Meisterpflicht im Fliesenlegerhandwerk haben IG Bau und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes eine verheerende Bilanz gezogen. Qualität und Ausbildungsleistung seien drastisch gesunken, schilderten sie die Folgen der Liberalisierung. Zudem müssen den Experten zufolge viele Betriebe ums Überleben kämpfen.

Die hohe Qualität im deutschen Handwerk darf nicht dem europäischen Gleichheitswahn zum Opfer fallen.
Demnächst stehen die Neuwahlen des europäischen Parlaments an. Hoffentlich setzt sich das neue Parlament aus fähigen Politikern zusammen, die hinter uns stehen und den Meisterbrief als ein Qualitäts-Zertifikat sehen.

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Kinderzimmer-Erweiterung durch Galerie-Einbau

Eine Familie, deren Sicht-Dachstuhl wir 2004 erstellt haben, hat angefragt, ob es möglich sei, einem Kinderzimmer durch einen nachträglichen Galerie-Einbau, mehr Platz zu schaffen.
Aufgrund des Sicht-Dachstuhles war das Zimmer dementsprechend hoch und es konnte eine gute Lösung gefunden werden.

Galerie-Einbau im Kinderzimmer

Hier sieht man den Sicht-Dachstuhl mit der neu eingebauten Galerie.

 

Galerie-Einbau im Kinderzimmer

Aufgrund des beengten Platzes, wurde die Treppe so konstruiert, dass sie zugleich als Regal genutzt werden kann.

Galerie-Einbau im Kinderzimmer

Die integrierte Beleuchtung schafft optimale Lichtverhältnisse

Zitat der Bauherrin:
„Die Galerie ist wirklich super geworden! Wir sind selber ganz begeistert und ich bin beinahe neidisch auf meinen Sohn.“ 

Teil 3: Traditioneller Hausbau in Niederbayern

Nachdem der Maurer den Giebel ausgemauert hatte, wurde mit der Eindeckung begonnen.
Der Bauherr hat sich für naturrote Falzziegel, und damit auch für eine in Niederbayern typische Ziegelart, entschieden. Falzziegel werden wegen der besseren Wasserführung im Verband verlegt.

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Wir arbeiten an dieser Baustelle erst wieder im Frühjahr, wenn der Aussenputz angebracht ist. Dann wird von uns eine Balkonanlage mit Treppenabgang in den Garten aus Holz erstellt.

 

Teil 2: Traditioneller Hausbau in Niederbayern

Nachdem die Baufirma ihre Maurerarbeiten fertiggestellt hatten, machte sich unsere Firma an die Arbeit, um den Dachstuhl aufzustellen.

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Auf diesem Bild werden die Gespärre, bestehend aus einem Sparrenpaar und einem Stuhlzangenpaar montiert.
Hierbei handelt es sich um ein sehr steiles Dach (Dachneigung 50°), durch diese Neigung ergibt sich ein optimaler Dachgeschoßausbau.

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Die tragenden Stuhlpfetten aus BSH werden laut Statik eingebaut.

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Anschließend wird die Firstpfette montiert. Den Abschluß bildet dann das Dach über dem Zwerchgiebel, wobei dieser den Charakter einer Laube bekommt.

Im nächsten Beitrag sehen Sie, wie dieser in traditioneller Art errichtete Neubau eingedeckt wird.

Blogserie: Traditioneller Hausbau in Niederbayern
Teil 1) Greddach und Balkenlage
Teil 2) Der Dachstuhl wird aufgestellt

 

Teil 1: Traditioneller Hausbau in Niederbayern

Derzeit ist unsere Firma mit einem Dachstuhl beauftragt, dessen Bauweise auf einer ober- und niederbayerischen Bauform beruht.
Man nennt diese Dachform „Greddach“.
Das Dach steht dabei asymmetrisch entlang einer Traufseite über.
So wird ein schmaler gepflasterter Weg („Gred“) entlang der Eingangsseite des Hauses vor Witterung geschützt.

Auf dem folgenden Bild wird die sichtbare Balkenlage aus getrocknetem Vollholz verlegt. Besonderen Wert wird hier auf die handwerklichen Verbindungen bei Auswechslungen, wie z. B. Kamin und Treppe, gelegt.
Diese erfolgen traditionell mit Zapfen und Hartholznägel.
Die auskragenden, sichtbaren Balkenköpfe bilden die überdachte Gred.

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Beim nächsten Beitrag werden sie über den Baufortschritt informiert.

 

Adolf Ellwanger wieder zum Obermeister gewählt

Obermeister

Kürzlich fand die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen der Zimmererinnung Landshut statt.

Adolf Ellwanger ging nach der Begrüßung auf aktuelle Themen ein. Auf Grund der Eigeninitiative der Innung, ist es gelungen, entgegen dem aktuellen Trend bei anderen Handwerksberufen, die Lehrlingszahlen zu erhöhen, bzw. zu stabilisieren. Deshalb wird die Zimmererinnung auch im Herbst wieder an der Berufeschau in Vilsbiburg teilnehmen. Durch dieses Auftreten wird versucht, das Interesse der Jugendlichen für den Beruf des Zimmerers zu wecken.

Ein weiterer Punkt in seiner Begrüßungsrede waren die ständig steigenden Standards in der Baubranche mit den verbundenen Kostensteigerungen. Die Politik legt diese Standards fest, die Kosten dazu müssen die Baufirmen und Bauherren tragen. Adolf Ellwanger war der Meinung, dass es unbedingt wieder eine Finanzförderung in Form einer Eigenheimzulage oder ähnliche Modelle geben muss.

Kritisch sah er die Beitragspolitik des Landesinnungsverbandes. Eine  Beitragserhöhung dürfe es nach seiner Ansicht in nächster Zeit nicht geben.

Im Anschluss wurden dann die Neuwahlen durchgeführt. Adolf Ellwanger wurde als Obermeister wiedergewählt, ebenso Konrad Ziegler als sein Stellvertreter. In der Vorstandschaft vertreten sind: Alfons Ammer, Siegried Brunnermeier, Erhard Pichlmeier, Alfons Schmerbeck und Anton Lackermeier.